,, Michael Jackson - Die Unbequeme Wahrheit ''

Ich war einer der glühendsten Fans von Michael Jackson. Das können viele sagen. Sehr, sehr viele.Ich war auch ein Freund von Michael Jackson. Das können nur wenige sagen.Kaum jemand anderes ist ihm so nahe gekommen wie ich. Kaum jemand anderes hat aus dem Munde von Michael Jackson so viele brisante Fakten erfahren wie ich. Kaum jemand anderes kann auf einen Bestand mit derart exklusiven, bislang unveröffentlichten Dokumenten von und über Michael Jackson zurückgreifen wie ich.Aber wäre all Grund genug gewesen, mein Schweigen über die unbequeme Wahrheit über Michael zu brechen? Jetzt, da er acht Jahre tot ist?Ich war Michaels Freund. Und ich hatte in den letzten Monaten zunehmend das Gefühl, es meinem Freund schuldig zu sein, verborgene Wahrheiten offenzulegen.Zu seinen Lebzeiten konnte und wollte ich keine Auskunft geben über die Geheimnisse, die er mit mir geteilt hat; Verschwiegenheit ist ein Gut, das unter wahren Freunden selbstverständlich sein sollte. Dieser Verschwiegenheit hätte ich mich auch über seinen Tod hinaus verpflichtet gefühlt – hätte da nicht diese neue Pflicht an meinem Gewissen gerührt; eine Pflicht, die ich als dringlicher eingeschätzt habe: die Aufgabe, das Andenken an meinen Freund und seine Ehre vor den zunehmenden massiven Falschdarstellungen und Unwahrheiten zu schützen.Michael Jacksons Leben endete am 25.06.2009: viel zu früh mit nur 50 Jahren. Nicht erst seither schießen die Spekulationen darüber ins Kraut, was in Wahrheit passiert ist. In seiner Todesnacht. Aber auch in all den Jahren und Jahrzehnten zuvor. Dieses Gestrüpp aus Mutmaßungen, Halbwahrheiten und Verleumdungen erscheint umso absonderlicher, da Michael seit seinem fünften Lebensjahr vor aller Augen ein Leben in der Öffentlichkeit führte – führen musste. Über diese schmerzhafte Verweigerung fast jedweder Privatsphäre hat er sich bei mir und anderen Freunden oft bitterlich beklagt, verstärkt seit Mitte der Neunzigerjahre.Apropos – 1995 war jenes Jahr, in dem ich Michael persönlich kennen lernte und mit ihm Freundschaft schloss. Die Jahre, die ich dann mit ihm verbringen durfte, bescherten mir Erlebnisse und Eindrücke, die nur wenige andere auf der Welt mit mir teilen.Ich kam Michael Jackson, dem größten Pop-Entertainer der Weltgeschichte, so nahe, wie man einem Menschen nur nahekommen kann – körperlich, seelisch, emotional.Inzwischen bin ich stolz, dass ich Teile der Jackson Familie zu meinen Freunden zählen darf; Michaels Mutter selbst hat mich gebeten, mit diesem Buch das Ansehen ihres Sohnes geradezurücken. Und ich kenne inzwischen viele Mitarbeiter, die Michael bis zuletzt zur Seite standen. Sie hatten mir Wichtiges zu sagen, und dieses Wichtige ist in dieses Buch eingeflossen. Ein Buch, wohlgemerkt, das eins nicht ist: eine Fan- Laudatio klassischer, sprich: oberflächlicher und beschönigender Lesart. Von solchem Fahrstuhl-Muzak in Buchform sind unsere Buchhandlungen schon zu oft heimgesucht worden.Ich wollte etwas anderes schaffen. Etwas, das dieselben Qualitäten ins Feld führt wie ein Song von Michael Jackson. Einzigartig soll dieses Buch sein, herzberührend, unvergesslich und mitreißend aber auch die Tragödie des Menschen Michael Jackson was auch ich miterlebte. Und grundehrlich: Ich werde Ihnen die positiven Seiten des Privatmenschen Michael Jackson vorstellen – aber ich werde für Sie auch seine Schattenseiten ausleuchten. Mein Buch zeigt den wahrhaftigen Michael hinter der Maske des Jahrhundert-Stars, des Geldmachers, des Medikamentensüchtigen, des Träumers, des Kindskopfs, des Egomanen, des Perfektionisten, des Unberechenbaren, des Multitalents, des Justiz- und Betrugsopfers. Es ist einfach schon zu viel Unwahres über Michael in die Welt worden. Michael Jackson war kein Engel; Michael Jackson war kein Teufel; Michael Jackson war ein Mensch mit Licht- und Schattenseiten. Ich werde aber auch aus Gerichtsunterlagen zitieren und den Interfor Bericht der durch den Anwalt David Le Grand im Auftrag des Gerichts 2005 erstellt wurde um Michael Jacksons Geschäfte mit zwielichtigen Geschäftspartnern zu untersuchen und das Ergebnis dem Gericht vorzulegen. Diesen Bericht gibt es zwar schon öffentlich aber leider schwer zu finden, deshalb werde ich ihn der Masse zugänglich machen. Die Leser werden den Kopfschütteln. Und ich werde all diesen Seiten jenen Platz einräumen, der ihnen gebührt.Nicht alles, was ich aufdecke, wird Anklang finden. Aber alles, was ich aufdecke, kann ich belegen – nicht zuletzt durch Notizen und Briefe, die Michael mit eigener Hand verfasst hat. Es wird Zeit, diese Dokumente erstmals der Öffentlichkeit zu zeigen. Denn allein sie können die vielen Unwahrheiten richtigstellen, die einseitig über Michael verbreitet worden sind – im Guten wie im Bösen.Denn wahre Freundschaft bewährt sich gerade mit Blick auf die Schwächen jenes Menschen, den man seinen Freund nennt. Das Buch wird in Englisch, Deutsch, Spanisch und Japanisch erscheinen. 

August 2017

Michael Jacobshagen

 
 
 

<< Neues Textfeld >>